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EU will Immobilienkredite verbraucherfreundlicher machen

Die Richtlinie über Wohnimmobilienkredite hat zum Ziel, einen europaweiten Hypothekarkreditmarkt mit einem hohen Verbraucherschutz zu schaffen. Die Regelungen der Richtlinie sollen den korrespondierenden Bestimmungen der Verbraucherkredit-Richtlinie entsprechen.
Einer der wichtigsten Punkte betrifft die Verpflichtung zu einer Kreditwürdigkeitsprüfung, um Konsumenten vor Überschuldung zu schützen. Kunden sollen ein Recht darauf haben, ihre Darlehen vorzeitig zurückzuzahlen. Außerdem werden hohe Anforderungen an die Fachkompetenz von Kreditvermittlern gestellt, die Werbung für Hypothekenkredite muss realistische Berechnungsbeispiele beinhalten, anstelle von besonders günstigen Konditionen.
Die Richtlinie gilt für grundpfandrechtlich besicherte Kredite und für andere Wohnimmobilienkredite.
Die Mitgliedstaaten müssen die Richtlinie bis März 2016 in die nationale Gesetzgebung umsetzen.

Quelle: Kurier, 28.05.2014
Ein Drittel aller Mietwohnungen unter 600 Euro

Etwa ein Drittel des Angebots, 31,7 Prozent, fällt in den günstigen Bereich bis 600 Euro pro Monat. Bei den mittleren Mietpreisen, zwischen 600 und 1.000 Euro, liegt das größte Angebot mit 37,9 Prozent vor. Das höherpreisige Segment, mit Mieten über 1.000 Euro, beträgt 30,4 Prozent.
Die City ist am teuersten. Mehr als drei Viertel aller Mietwohnungen, 76,1 Prozent, kosten hier über 1.000 Euro. Über die Hälfte der Wohnungen, 56,7 Prozent, sogar mehr als 1.500 Euro im Monat. Danach folgen Döbling mit 45,2 Prozent Anteil am Angebot bei Mietwohnungen, die über 1.000 Euro monatlich kosten, vor Neubau mit 43,3 Prozent, Hietzing mit 41,1 und der Josefstadt mit 39,9 Prozent.

Quelle: Immobilien Magazin 05 2014
Eigentümerschaft muss auch Sonderwünsche mitzahlen

Ein einzelner Wohnungseigentümer muss nicht für eine defekte Heizungspumpe aufkommen, die sich im „allgemeinen Teil“ der Liegenschaft befindet und seine Sonderwunsch-Fußbodenheizung versorgt. Die Kosten des Austausches einer kaputten Heizungspumpe – 480,44 Euro – habe die Eigentümerschaft zu tragen. Mit dieser Rechtsansicht ließ jetzt der Oberste Gerichtshof (OGH) aufhorchen. Der OGH begründet den Ersatzanspruch, dass sich die Heizungspumpe im Vorhaus der Wohnanlage befindet.

Quelle: Immobilien Magazin 05 2014
Änderungen in der Grunderwerbsteuer

Mit Entscheidung vom 27.11.2012 hob der Verfassungsgerichtshof (VfGH) jene Gesetzesbestimmungen als verfassungswidrig auf, welche für unentgeltliche Übertragungen von Immobilien als Bemessungsgrundlage den Einheitswert oder ein Vielfaches davon heranzog. Der VfGH setzte dem Gesetzgeber eine Reparaturfrist, welche am 31.5.2014 ausläuft.
Nun wurde im Rahmen des Budgetbegleitgesetzes der Entwurf der Neuregelung vom BMF versandt, welcher sich zum Teil an der Regelung zu den gerichtlichen Eintragungsgebühren orientiert. Vorweg sieht es die tpa als positiv, dass einerseits für Übertragungen in der Familie keine Verschlechterungen erfolgen werden und andererseits ein bereits gewohntes System zum Teil beibehalten wird. Die Neuregelung soll mit 1.6.2014 in Kraft treten.
Obwohl am System der Einheitswerte festgehalten wird, unterscheidet sich die Neuregelung nun dadurch von der verfassungswidrigen Regelung, dass nicht mehr zwischen entgeltlichen und unentgeltlichen Übertragungen differenziert wird, sondern auf die Beteiligung an einer Grundstücksübertragung.
Bemessungsgrundlage bei Übertragungen im Familienkreis bildet der dreifache Einheitswert oder 30 Prozent des gemeinen Wertes (de facto der Verkehrswert).

Quelle: Immobilien Magazin 05 2014
Wirtschaftskammer fordert freie Mieten

Richtwert sowie alle Zu- und Abschläge sollen abgeschafft werden: Die Wirtschaftskammer Wien verlangt freie Mieten auch im Altbau, um Investitionen zu fördern.
Während die geplante Reform des Mietrechts stockt, können Vermieter in Wiener Altbauten ab 1. Mai um bis zu 20 Prozent mehr Miete verlangen, was ihre Renditen erhöht. Nun bekommen sie Unterstützung von der WK Wien, die ebenfalls höhere Renditen für Vermieter wünscht, um private Investitionen in Sanierung und Wohnbau attraktiver zu machen.
Der WK-Vorschlag sieht ein neues Mietrecht vor, das Mieten im Altbau ähnlich dem frei finanzierten Neubau dereguliert. Weder Richtwerte noch Zu- bzw. Abschläge soll es geben. "Die Mietpreisbildung soll künftig frei erfolgen", sagt Michael Pisecky, Obmann der Fachgruppe Immobilientreuhänder in der WK Wien. Im Mietvertrag sollen aber Lage und Wohnwert genau beschrieben werden, womit die Höhe der Miete überprüfbar wird. Vermieter, die mehr als 25 Prozent über dem ortsüblichen Mietzins kassieren, sollen per Gericht in die Schranken gewiesen werden, Mietwucher wäre so ausgeschlossen. Auch in bestehende Verträge soll eingegriffen werden können, um die für Vermieter besonders problematischen Altmieten schrittweise an den Markt heranzuführen. Zudem soll im geförderten Wohnbau und bei Gemeindewohnungen die Bedürftigkeit laufend überprüft werden.

Erhaltungspflichten
Dafür sollen alle Erhaltungspflichten auf den Vermieter überwälzt werden, sagt Pisecky. Damit wären Streitfälle um die Reparatur der kaputten Therme obsolet. Auch die laufende Indexierung würde einer fünfjährigen Anpassung weichen. Da die meisten Mieter weniger als fünf Jahre in einer Wohnung bleiben, käme das in der Praxis einer Fixmiete gleich. Zudem würden Befristungen verschwinden. Die Wirtschaftskammer beißt mit ihren Forderungen auf Granit- nicht nur bei der Stadt Wien (siehe Infobox).Die Arbeiterkammer kontert mit der Gegenforderung, Mieten im Altbau durch Deckelung der Zuschläge zu senken. Die Höchstmiete soll künftig bei Richtwert plus 20 Prozent liegen; aktuell wären das inklusive Steuern und Betriebskosten rund neun € pro Quadratmeter im Monat.

Quelle: WirtschaftsBlatt 24.04.2014
Wer bleibt in der Mietwohnung

Wer bleibt in der Wohnung, wer zieht aus? Das ist eine der Fragen, die Paare klären müssen, wenn sie sich trennen. Selbst wenn sich beide einig sind, machen sie die Rechnung womöglich ohne Wirt: Eine Mietwohnung kann man nicht ohne Weiteres an den oder die Ex weitergeben, selbst wenn er oder sie jahrelang dort gewohnt hat. Der Vermieter muss einen solchen Wechsel nicht akzeptieren.

Quelle: Die Presse 18.01.2014
Erhaltungspflichten

Fallen in einer Mietwohnung Warmwasser oder Gastherme aus, ist niemand zur Reparatur verpflichtet. Hilft sich der Mieter aber selbst zahlt er drauf, bestätigt der OGH.

Das geltende Wohnrecht lässt die Frage offen, ob der Vermieter oder der Mieter einer Wohnung verpflichtet ist zu handeln, wenn eine mitvermietete Heiztherme oder ein Warmwasserboiler kaputtgeht. Eine ausdrückliche Verpflichtung des Vermieters fehlt nämlich im Mietrechtsgesetz. Der Mieter kann nur versuchen den Vermieter in Zugzwang zu bringen indem er übers Gericht den laufenden Mietzins verringern lässt. Dies geht aber nur so lange, wie der technische Mangel besteht. Lässt der Mieter das Gerät auf eigene Kosten austauschen, muss er dann den vollen Mietzins zahlen und hat keinen Anspruch auf Minderung. Allerdings kann er sich die Kosten der Erneuerung beim späteren Auszug ablösen lassen – jedes Jahr verringert um ein Zehntel.

Quelle: Die Presse 16.01.2014
Das Geschäft mit den vier Wänden!

Die Jahre 2008 bis 2013 werden bestimmt als die Glanzzeiten des Betongoldes in die österreichische Wirtschaftsgeschichte eingehen: Die Immobilienbranche zog in den Jahren seit dem Ausbruch der Finanzkrise Milliarden an privatem Kapital an und konnte mit soliden Gewinnen, stetig steigenden Kennzahlen und Beschäftigungszuwächsen punkten. "Die Branche profitierte auch im Vorjahr von den wirtschaftlich volatilen Zeiten, in denen Wohnimmobilien nicht grundlos eine beliebte Anlageform darstellen", sagt Johannes Nejedlik, Vorstand der KSV1870 Holding AG. "Immobilien stehen nach wie vor für Sicherheit und Stabilität. Nicht zuletzt die steigende Nachfrage bei einem knapper werdenden Angebot hat in diesem Segment in den vergangenen Jahren zu einem Anstieg der Preise und damit zu einer Stabilisierung der gesamten Branche geführt. Vielleicht ist auch das ein Grund, warum heuer bereits 1764 Unternehmen in diesem Wirtschaftsbereich neu gegründet wurden. In Relation zur Gesamtanzahl der Unternehmen in der Branche ist das ein Zuwachs von rund sechs Prozent."

Die Flucht "vom Sparbuch ins Grundbuch" sorgte nicht nur bei Wohn-, sondern auch bei Gewerbeimmobilien für steigende Preise. Nach fünf Krisenjahren ist inzwischen jedoch langsam aber sicher auch der letzte Cent in Immobilien gebunkert, die Transaktionen sind im Vorjahr erstmals gesunken. Der KSV ortet österreichweit einen Rückgang der Immobilientransaktionen sowie des Transaktionsvolumens um rund 15 Prozent. "Hierzu passt der Anstieg der Gesamtinsolvenzen um rund neun Prozent im Vergleich zu 2012", sagt Nejedlik. Das durchschnittliche KSV1870-Rating hat sich hingegen ähnlich wie die durchschnittliche Eigenkapitalquote nur minimal verändert. Beim Eigenkapital konnte ein Anstieg von nicht einmal einem Prozent beobachtet werden und das durchschnittliche KSV1870-Rating hat sich von 319 auf 317 geringfügig verbessert. "Insgesamt ist das Ausfallrisiko der Branche damit nach wie vor gering", so Nejedlik.

Damit das so bleibt, stellt sich die Immobilienbranche geschlossen gegen die im Wahlkampf thematisierte Umwälzung der Maklergebühr auf den Vermieter sowie eine Deckelung der Mieten. "Künstliche Mietobergrenzen sind nicht sinnvoll und erhöhen das Angebot an leistbarem Wohnraum nicht", sagt Michael Pisecky, Obmann der Fachgruppe Immobilien in der Wirtschaftskammer (WKÖ) Wien. "Mehr leistbares Wohnen schafft nur die Erhöhung des Angebotes." Die Forderung der Arbeiterkammer (AK) nach einer Eindämmung der Mieten sei nicht nachvollziehbar-die Mieten sind nur von 2007 bis 2012 gestiegen, im Vorjahr haben sie bereits stagniert.

AK-Präsident Rudolf Kaske fordert eine Obergrenze für Altbaumieten, die den Mietzins für eine Wiener 90-Quadratmeter-Wohnung von 726 auf 557€ im Monat senken soll. Die Realität des Marktes ist anders, sagen Experten: Im ersten Bezirk und im topsanierten Zustand kann eine solche Wohnung auch 1000€ im Monat bringen, während sie im 22. Bezirk abgewohnt auch für 500 €nicht vermietbar ist. "Da würden schlechtere Lagen und Wohnungen zu Kosten der besseren subventioniert", sagt Wolfgang Louzek, Präsident des Verbands der institutionellen Immobilieninvestoren (VII), der die größten Vermieter Österreichs wie Immofinanz, Conwert und die Versicherungen vertritt. Zudem würde ein solches Regime nur den Schwarzmarkt fördern, warnt der Österreichische Verband der Immobilienwirtschaft (ÖVI). In dieselbe Kerbe schlägt auch Helmut Puchebner, Präsident des Mieterbundes ÖMB: "Eine Deckelung des Mietzinses führt nur zu erzwungenen Schwarzzahlungen der Mieter und wäre damit eine unsoziale Regelung."

Quelle: Wirtschaftsblatt 16.01.2014
Eigentumswohnungen: Wien fast so teuer wie Kitzbühel

Eine eigene Wohnung in guter Lage ist in Wien für die breite Masse kaum noch erschwinglich. Knapp die Hälfte (45,5 Prozent) aller auf dem freien Immobilienmarkt angebotenen Wohnungen kostete heuer im ersten Halbjahr mehr als 300.000 Euro, fast ein Viertel (23,3 Prozent) über 500.000 Euro. Ähnlich teuer wie Wien ist nur der Bezirk Kitzbühel - dort kosten knapp 82 Prozent aller Wohnungen mehr als 300.000 Euro. Sogar Salzburg liegt da mit einem Anteil von 44 Prozent weit dahinter.

Mit dem hierzulande üblichen Jahresbruttoeinkommen von durchschnittlich 30.000 Euro, "würde man etwa 30 Jahre brauchen, um sich eine Wohnung kaufen zu können - und dabei sind die Kreditzinsen noch nicht einmal berücksichtigt", so Alexander Ertler. Die Preise in den Innenstadtbezirken haben in den vergangenen Jahren massiv angezogen. "Es sind vor allem Dachgeschoßausbauten und Luxussanierungen, die die Preise treiben", erklärt Ertler. Zahlungskräftige Kunden seien bereit "für eine gute Lage sehr viel Geld auszugeben".

Nach oben hin scheint es für Immobilienpreise kaum Grenzen zu geben. Die derzeit teuerste Wohnung - ein 700 Quadratmeter großes Penthouse mit Blick auf den Karlsplatz - kostet derzeit knapp 20 Millionen Euro. Auch im 4. Bezirk (Wieden) und im 7. Bezirk (Neubau) sind mehr bereits als die Hälfte des Angebots Luxuswohnungen um mehr als 500.000 Euro.

In Wien ist nur noch ein Drittel der Bezirke "relativ günstig". Am ehesten noch leistbar sind Wohnungen in den Bezirken Simmering und Favoriten. Dort waren im ersten Halbjahr noch fast alle der zum Kauf angebotenen Wohnungen (94 bzw. 88 Prozent) um weniger als 300.000 Euro zu haben. Auch gut drei Viertel des Angebots in Brigittenau und Floridsdorf (jeweils etwa 77 Prozent) bewegten sich in dieser noch leistbaren Preiskategorie. In Meidling, Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring und Liesing kosteten über zwei Drittel der Wohnungen weniger als 300.000 Euro. Innerhalb des Gürtels sind Immobilien für die breite Masse mittlerweile nicht mehr erschwinglich. Im 1. Bezirk (Innere Stadt) lagen fast alle Wohnungen (96,4 Prozent) über dem Schwellenwert. In Neubau sind es mehr als drei Viertel, in Wieden, Josefstadt und Alsergrund rund 70 Prozent. Ähnlich ist die Lage in den klassischen Wiener Nobelbezirken außerhalb des Gürtels, also in Döbling, Hietzing und Währing.

Quelle: DiePresse.com 17.09.2013
Strafen auf Leerstandswohnungen verfassungswidrig

Steuerjusrist Doralt überrascht mit dem Hinweis, dass die im Wahlkampf aufgekommene Debatte bereits höchstgerichtlich ausjudiziert sei.

Mitten im Wahlkampf wird auch das Thema Wohnen wieder heiß diskutiert. In Salzburg sorgte der Grüne Landesrat Heinrich Schellhorn mit seiner Forderung, eine Steuer für leerstehende Wohnungen einzuheben, für Aufregung, vor allem bei der ÖVP. "Den Wienern ist das schon vor 30 Jahren eingefallen und sie haben damit verfassungsrechtlich Schiffbruch erlitten", erinnerte am Mittwoch Steuerjurist Werner Doralt.

In den 1980er Jahren gab es in der Bundeshauptstadt eine Abgabe auf leerstehende Wohnungen. Sie wurde jedoch vom Verfassungsgerichtshof (VfGH) als verfassungswidrig aufgehoben. Das Wiener Wohnungsabgabegesetz habe das bloße Unterlassen des gewünschten Verhalten mit einer hohen Abgabe belegt, die den Eigentümer praktisch in den allermeisten Fällen zwinge, sich gemäß der Absicht des Gesetzgebers zu verhalten, bemängelten die Höchstrichter damals. Dem Landesgesetzgeber - in dem Fall der Stadt Wien - sei ein derartiger Übergriff auf das Gebiet der Wohnraumbewirtschaftung nicht gestattet.

Das gleiche gälte wohl auch für Salzburg, sagte Doralt zur APA. "Die stellen sich einen Zuschlag zur Einkommensteuer als Landesabgabe vor. Das wäre ja noch einmal verfassungswidrig", so der Jurist. Länder dürften keinen Zuschlag zur Einkommensteuer einheben.

Auch politisch hält Doralt die Idee der Grünen für fragwürdig. "Wo ist die Abgrenzung von einer klassischen Mietwohnung zu einer Wohnung, die man gelegentlich vermietet?"

Das Wohnthema kam heute auch in Vorarlberg auf. Dort forderten Bürgermeister von Tourismusgemeinden effektivere gesetzliche Mittel gegen Freizeitzweitwohnsitze, die sie für illegal und verantwortlich für hohe Immobilienpreise halten. Auch in anderen Tourismusregionen Österreichs gibt es immer wieder Unmut wegen Zweitwohnsitzern aus dem Ausland.

Theoretisch wäre es möglich, eine Zweitwohnsitzabgabe einzuführen. Eine solche müsste dann auch für Inländer gelten. Politisch wäre das aber nicht machbar, glaubt Doralt. "Das Theater möchte ich mir anhören, wenn die Wiener für ihre Ferienhäuser in Niederösterreich zahlen müssen."

Zu den steigenden Wohnungspreisen meinte Doralt, dass dies auch mit der neuen Immobilienbesteuerung zusammenhängen könnte. Seit rund einem Jahr falle beim Verkauf von privaten Wohnungen oder Häusern eine Abgabe auf den Veräußerungsgewinn an. "Da fragt man sich, ob das möglicherweise Auswirkungen auf den Bodenmarkt hat."

Quelle: Wirtschaftsblatt 09.08.2013
London ist das teuerste Pflaster in Europa

Österreicher müssen fünf Bruttojahresgehälter aufwenden, um eine Wohnung zu kaufen.

Immobilien sind in den vergangenen Jahren immer teurer geworden. Auch in Österreich. Europaweit muss man in der Londoner City für eine Wohnung aber am tiefsten in die Tasche greifen. Im Schnitt erreichten die Preise im vergangenen Jahr dort 10.000 Euro pro Quadratmeter.

Paris ist mit einem Preis von 8300 Euro je Quadratmeter am zweitteuersten, gefolgt von München mit rund 5000 Euro. In Wien betrugen die Kosten im Schnitt unter 4000 je Quadratmeter. Das geht aus einer Erhebung der Wirtschaftsprüfer von Deloitte hervor.

Größere Wohnungen im Westen

Bei der Größe der Wohneinheiten gibt es einen klaren Unterschied zwischen osteuropäischen Staaten und Westeuropäischen Gewohnheiten. Während im Osten Europas Wohneinheiten mit zwei bis drei Wohnräumen die Regel sind, leben Briten, Spanier oder Belgier eher in Wohnungen mit fünf oder mehr Räumen.

Um eine 70 Quadratmeter große Wohnung zu kaufen, müssen die Österreicher rund fünf Bruttojahresgehälter aufwenden. In Deutschland sind es lediglich 2,2 Bruttojahresgehälter, ebenso wie in Dänemark.

Quelle: Die Presse 22.07.2013
Auch Wiener Immopreis-Rallye macht jetzt Pause

Die Immobilienpreise in Wien sind in der Vergangenheit stetig stark gestiegen - doch nun scheint sich der Markt zu entspannen. Laut Immo-Barometer des Portals FindMyHome.at hat es sowohl bei Miet- als auch bei Eigentumsimmobilien im zweiten Quartal dieses Jahres keine nennenswerten Veränderungen gegeben, hieß es in einer Aussendung am Dienstag.

Der Quadratmeter Eigentum sei um durchschnittlich 4.260 Euro zu haben, im ersten Quartal lag der Preis bei 4.270 Euro. Die Brutto-Mietpreise inklusive Betriebskosten und Umsatzsteuer sind geringfügig von 14,50 auf 14,60 Euro gestiegen.

Deutliche preisliche Unterschiede ergeben sich jedoch, wenn man die Immobiliengrößen betrachtet. Eigentumsobjekte mit mehr als 120 Quadratmetern seien sehr gefragt. Hier würden im Schnitt 4.900 Euro pro Quadratmeter verlangt. Günstiger seien hingegen Immobilien zwischen 50 bis 80 Quadratmetern mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 3.968 Euro zu haben. Sie kosten damit um 23,5 Prozent weniger als große Wohneinheiten.

Gegensätzlich verhalten sich die Preise bei Mietwohnungen: Hier seien Immobilien zwischen 50 bis 80 Quadratmetern besonders begehrt und würden mit 14,57 Euro pro Quadratmeter einen deutlich höheren Durchschnittspreis erzielen als Einheiten von mehr als 120 Quadratmetern. Bei diesen werde ein Quadratmeterpreis von 13,73 Euro verlangt - um sechs Prozent weniger als bei kleineren Objekten.

Für den Immo-Barometer wurden die Daten von rund 25.000 auf FindMyHome.at angebotenen Objekten herangezogen. Die Preise stellen einen Durchschnitt dar, beziehen sich auf ganz Wien und können vom tatsächlichen Verkaufspreis abweichen, so der Hinweis in der Aussendung.

Quelle: Wirtschaftsblatt 16.07.2013
Immobilien machen das „Anlagerennen“

„Abwarten“ gilt laut einer Spectra-Umfrage als die Devise: Die Attraktivität von Lebensversicherungen ist gesunken, nicht besser steht es um Fonds, Anleihen oder Aktien.

Beim Anlagedenken der Österreicher gilt derzeit die Devise „Abwarten“. Denn die Attraktivität der einzelnen Anlageformen ist gesunken oder stagniert. Auch die Zahl der als interessant eingestuften Geldanlagen ist insgesamt niedriger als früher. Das ergab eine am Freitag veröffentlichte Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts Spectra mit 1000 Befragten.

Das Sparbuch bleibt zwar wegen seiner Sicherheit mit 47 Prozent Nennungen die beliebteste Anlageform der Österreicher. Doch seit vier Jahren konstant niedrige Zinsen ließen seine Attraktivität zuletzt um 13 Prozent sinken. Das Interesse an Bausparverträgen war ebenfalls rückläufig - laut Umfrage von 47 auf 39 Prozent. Es ist aktuell so niedrig wie in den vergangenen 16 Jahren nicht mehr.

Die Anlagerenner sind nach wie vor Grundstücke und Immobilien (38 Prozent), Häuser und Wohnungen (33 Prozent) und Gold (28 Prozent). Aber diese drei Anlageformen stagnieren seit 2011 auf demselben - wenngleich hohen - Niveau. Lebensversicherungen verharren mit einer Beliebtheit von 20 Prozent auf niedrigem Niveau. Im Vergleich zu den Spitzenwerten in den Jahren 2004 bis 2006 um die 40 Prozent bedeutet das eine Halbierung.

Nicht besser ist es um Fonds, Anleihen, Wertpapiere und Aktien bestellt. Diese Verlierer der Krise vor vier Jahren scheinen sich in der Einschätzung der Österreicher noch immer nicht richtig zu erholen und werden deshalb nur von jeweils 10 Prozent als geeignete Anlageform angesehen.

Die Meinungsforscher lesen aus den Daten die Ratlosigkeit „Wohin mit dem Geld?“ ab. Indiz dafür sind die wenigen Mehrfachnennungen: Im Schnitt wurden zuletzt 2,54 von 14 auf einer Liste vorgelegten Anlageformen als geeignet empfunden. Im Vergleich dazu waren es 2004 bis 2006 im Schnitt drei. Der aktuelle Wert entspricht eher dem Krisenjahr 2009 mit 2,52 als geeignet eingestuften Anlageformen.

Quelle: Die Presse 08.02.2013
Verfassungsgerichtshof hebt Einheitswert-Bemessung auf

Ein Urteil mit weitreichender Entscheidung hat der Verfassungsgerichtshof (VfGH) heute verkündet: Die Höchstrichter hoben die Bemessung der Grunderwerbssteuer nach dem Einheitswert auf.

Der Grund ist einmal mehr, dass die Steuer für einen Teil der Transaktionen nach dem Verkehrswert und für den anderen Teil nach dem veralteten Einheitswert berechnet wird, betonte VfGH-Präsident Gerhart Holzinger am Dienstag in einer Pressekonferenz.

Ungewöhnlich lange Reparaturfrist

Diese laut VfGH sachlich nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung führte schon zu einer Reihe von Aufhebungen, nämlich der Schenkungs-, Erbschafts-, Stiftungseingangssteuer sowie zuletzt der Grundbucheintragungsgebühr. Für die Grunderwerbssteuer hat der VfGH eine - mit Blick auf das Wahljahr 2013 - recht lange Reparaturfrist bis 31. Mai 2014 gesetzt.

Quelle: ORF.at 18.12.2012
Schneeschaufel und Streusplitt haben wieder Saison

Der frühe Wintereinbruch lässt ein Thema aktuell werden, mit dem sich Liegenschaftseigentümer Jahr für Jahr herumschlagen müssen: die Schneeräumpflicht. Laut Straßenverkehrsordnung muss grundsätzlich jeder, der ein Haus oder Grundstück besitzt, dafür sorgen, dass die Gehsteige und Gehwege entlang der Liegenschaft in der Zeit von sechs bis 22 Uhr von Schnee, Eis und Verunreinigungen gesäubert sind. Tut man das nicht und kommt jemand zu Schaden, etwa durch einen Sturz, kann der Liegenschaftseigentümer haftbar werden. Bei Eigentumswohnungen trifft die Schneeräumpflicht grundsätzlich die Eigentümergemeinschaft. Das wird aber kaum schlagend, weil es im Normalfall zu den Aufgaben der Hausverwaltung gehört, sich darum zu kümmern.

Man kann die Schneeräumpflicht auch an einen Dienstleister auslagern. Wichtig ist es in diesem Fall, dass die Schneeräum- oder Reinigungsfirma dann auch die Haftung übernimmt. Denn sonst könnte man trotzdem ersatzpflichtig werden, etwa wenn zu selten geräumt und gestreut wird und deshalb ein Unfall passiert. Die Gerichte legen die Räumpflicht generell eher streng aus: Es reicht nicht, morgens und abends zur Schneeschaufel zu greifen, sondern man muss grundsätzlich dafür sorgen, dass die Wege den ganzen Tag über gefahrlos begehbar sind. Bei extremen Wetterverhältnissen hat das allerdings Grenzen, pausenlos schaufeln muss man nicht.

Ebenfalls wichtig ist es, dafür zu sorgen, dass Dachlawinen entfernt werden. Und bei längeren Schönwetterperioden muss der Streusplitt weg - auch mitten im Winter. Welche Streumittel verwendet werden dürfen, zum Beispiel ob und wann man Salz oder andere Auftaumittel streuen darf, ist in Gemeindeverordnungen unterschiedlich geregelt.

Als Wohnungsmieter muss man sich normalerweise nicht ums Schneeräumen kümmern, es sei denn, man hätte diese Verpflichtung vertraglich übernommen. Mieter eines Geschäfts können dagegen unter Umständen zur Kasse gebeten werden, wenn Kunden auf dem schlecht geräumten Gehsteig vor dem Geschäftseingang zu Schaden kommen. Ihre Haftung besteht dann unabhängig von der des Hauseigentümers.

Eine gewisse Verantwortung tragen jedoch auch die Passanten selbst: Wer mit völlig ungeeigneten Schuhen über Schnee und Glatteis stöckelt, ist bis zu einem gewissen Grad selber schuld, wenn ein Unfall passiert. Und muss damit rechnen, nur einen Teil des erlittenen Schadens ersetzt zu bekommen.

Quelle: Die Presse 14.12.2012
Wien: Mercer Sieger

Wien hat seinen Spitzenplatz in der weltweiten Städterangliste der Beratungsgesellschaft Mercer verteidigen können: Zum vierten Mal in Folge wurde die Bundeshauptstadt zur Stadt mit der höchsten Lebensqualität gekürt. Und auch bei den Spitzenrenditen von nur vier Prozent liegt Wien im Europavergleich an erster Stelle.

Quelle: Die Presse 07.12.2012
Hausversicherung: Nicht verpflichtend

Kosten für Gebäudeversicherungen scheinen auf den meisten Betriebskostenabrechnung auf – eine Versicherungspflicht gibt es aber nicht. Das Gesetz regelt lediglich, welche Versicherungskosten auf die Mieter überwälzt werden dürfen. Wohnungseigentümer wiederum können einen Gerichtsentscheid darüber verlangen, dass zumindest eine Feuer- und Haftpflichtversicherung abgeschlossen wird.

Bei Wohnungseigentum liegt die Entscheidung über eine Gebäudeversicherung an sich bei der Eigentümergemeinschaft. Ist ein Hausverwalter bestellt – was in der Praxis meist der Fall ist – gehört der Abschluss der Versicherung jedoch grundsätzlich zu dessen Aufgaben im Rahmen der ordentlichen Verwaltung. Mit seiner Verwaltungsvollmacht kann er eine entsprechende Polizze abschließen, auch ohne Rücksprache mit der Eigentümergemeinschaft. Und: Er kann haftbar gemacht werden, wenn er sich nicht darum kümmert und den Wohnungseigentümern dadurch ein Schaden entsteht.

Noch etwas ist zu beachten: Auch wenn eine Gebäudeversicherung in ausreichender Höhe besteht, bedeutet das nicht, dass – etwa im Fall eines Brandes – sämtliche Wohnungsinhaber gegen alle Schäden abgesichert sind. Gedeckt sind grundsätzlich nur Schäden an den allgemeinen Teilen des Hauses, nicht am Inventar der einzelnen Wohnungen. Will man diesbezüglich auf der sicheren Seite sein, braucht man trotzdem eine Haushaltsversicherung.

Quelle: Die Presse 07.12.2012
Höhere Gebühren bei Schenkungen und Erbschaften drohen

Ein Entwurf des Justizministeriums für Gebühren bei Übertragungen von Immobilien sorgt für Zündstoff. Dieser zielt auf den Verkehrswert statt auf den Einheitswert ab. Damit würden Gebühren bei Schenkungen oder Erbschaften massiv steigen, kritisieren nach den Rechtsanwälten nun auch die Notare. Für Notariatskammerpräsident Ludwig Bittner droht mit der neuen Eintragungsgebühr für das Grundbuch die Wiedereinführung der Erbschaftssteuer „durch die Hintertüre“. Er will bei Immobilienkäufen, -schenkungen und -erbschaften innerhalb der Familien die günstigere Gebühr.

Quelle: Die Presse 07.10.2012
Hauptwohnsitzbefreiung neu

Seit dem 1.4.2012 sind private Immobilienveräußerungen unabhängig vom Anschaffungszeitpunkt und von der Behaltedauer jedenfalls steuerpflichtig.

Unterliegt eine private Immobilie aber der Hauptwohnsitzbefreiung, kann sie auch weiterhin steuerfrei veräußert werden. Es gibt nun zwei Fälle (bisher gab es bloß Fall 1):

  1. Wenn die Immobilie dem Veräußerer durchgehend (d.h. von der Anschaffung bis zur Veräußerung) für mindestens zwei Jahre als Hauptwohnsitz gedient hat und der Hauptwohnsitz aufgegeben wird.
  2. Wenn die Immobilie dem Veräußerer innerhalb der letzten zehn Jahre vor der Veräußerung mindestens fünf Jahre durchgehend als Hauptwohnsitz gedient hat (d.h. irgendwann innerhalb der letzten zehn Jahre) und der Hauptwohnsitz aufgegeben wird.

Dass der Hauptwohnsitz bereits längere Zeit vor der Veräußerung aufgegeben wurde, schadet hier ebenso wenig wie eine zwischenzeitliche Vermietung oder betriebliche Verwendung.

Quelle: Gewinn 10/12
Mietausfallversicherung

Während das Geld an Wert verliert, werden Immobilien als Wertanlage immer beliebter. In der Regel zahlen Eigentümer für das Fehlverhalten ihrer Mieter, wenn es in der Immobilie zu Schäden kommt oder keine Miete mehr gezahlt wird – zusätzliches Kapital muss in die Wertanlage investiert werden. Mit einer innovativen Mietausfallversicherung, zusätzlich besteht auch eine Möglichkeit, Sachschäden abzusichern, wobei die Versicherungssumme nach Bedarf gewählt werden kann.

Quelle: immoflash 05.2012
Gewährleistung beim Haus- oder Wohnungskauf

Angenommen, jemand kauft ein Haus und entdeckt kurz darauf, dass die Wände feucht sind. Oder es stellt sich nachträglich heraus, dass auf dem Kaufobjekt noch alte Schulden lasten. Das und Ähnliches sind typische Gewährleistungsfälle, für die grundsätzlich der Verkäufer einzustehen hat. Aber speziell wenn man von privat kauft, ist Vorsicht geboten - die Gewährleistung greift hier nicht immer.

Generell gilt die Gewährleistung für Sach- und Rechtsmängel, die zum Zeitpunkt der Übergabe bereits vorhanden waren. Die Frist zur Geltendmachung beträgt bei „unbeweglichen Sachen“ drei Jahre. Aber: Dieser Anspruch kann auch ausgeschlossen werden, in manchen Fällen sogar ohne dass es ausdrücklich im Vertrag steht. „Wird zum Beispiel eine mangelhafte Wohnung in Kenntnis des Mangels als Erfüllung des Vertrages akzeptiert, ist dies laut herrschender Rechtsprechung als Verzicht auf die Gewährleistungsansprüche zu werten“, warnt Barbara Reichl-Bischoff, Liegenschaftsrechtsexpertin bei Lattenmayer, Luks & Enzinger Rechtsanwälte.

Häufig wird im Kaufvertrag auch explizit ein Gewährleistungsverzicht vereinbart, etwa mit der Formulierung: „Das Objekt wurde besichtigt und wird gekauft wie es liegt ... für ein bestimmtes Ausmaß oder eine bestimmte Beschaffenheit des Objekts wird nicht gehaftet.“ Diese Klausel erstreckt sich laut ständiger Rechtsprechung allerdings nur auf Mängel, die bei ordnungsgemäßer Besichtigung erkennbar waren. „Soll auch auf die Gewährleistung versteckter Mängel verzichtet werden, so ist dies ausdrücklich festzuhalten“, so Reichl-Bischoff.

Wie überhaupt Verzichtserklärungen – zum Glück für den Käufer – grundsätzlich restriktiv ausgelegt werden. So darf beispielsweise ein Verzicht auf eine Gewährleistung für Baumängel nicht auf Rechtsmängel ausgedehnt werden. Außerdem muss der Verkäufer für ausdrücklich zugesagte Eigenschaften des Kaufobjekts immer einstehen, auch wenn ein Gewährleistungsverzicht unterschrieben wurde.

Ebenso kann man als Käufer trotzdem noch zu seinem Recht kommen, wenn sich herausstellt, dass der Verkäufer den Mangel „arglistig verschwiegen“ hat. Dass er also beispielsweise von den feuchten Wänden wusste, sie aber vor dem Besichtigungstermin noch rasch neu gestrichen hat, damit es nicht auffällt.

Quelle: Die Presse 05.2012
Luxus-Penthouse im Heizkraftwerk

Bis zu 20.000 € pro Quadratmeter haben die Käufer für die geplanten Luxuswohnungen in Münchens neuem Stadtquartier "The Seven" auf den Tisch gelegt.

Ein ehemaliges Fernheizkraftwerk in feinster Altstadtlage soll ab Ende 2012 Münchens neue Prestige-Immobilie werden. Die Wohnungen in den obersten Etagen des 56 Meter hohen einstigen Maschinenturms einer Fabrik kosten zwischen € 8.000 und € 20.000 pro Quadratmeter - und sind damit derzeit die teuersten (und innerstädtisch höchsten) Wohnungen in der bayrischen Landeshauptstadt. Die Wohnungen sind längst vergeben.

Selbst für Münchner Verhältnisse, wo Käufer von Luxusimmobilien durchaus bis zu 10.000 € pro Quadratmeter auf den Tisch legen, ist das ein stolzer Preis.

Über den Kaufpreis der beiden oberen Etagen im Turm, die 360-Grad-Blick über die Altstadt bis hin zu den Alpen bieten, wurde Stillschweigen vereinbart.

Baubeginn für das Stadtquartier "The Seven" auf dem 14.000 Quadratmeter großen Gelände ist im Frühjahr. Geplant sind im Wohnturm maximal 25 Wohnungen zwischen 95 und 700 Quadratmetern. Zudem wird es 56 Stadtwohnungen in einem Neubau geben. Der Kaufpreis liegt hier zwischen € 7.000 und € 15.000 pro Quadratmeter. Geboten werden unter anderem eine 6000 Quadratmeter große Parkanlage, 24-Stunden-Concierge-Service, Tiefgarage, Spa- und Wellnessbereich und Kindergarten.

Quelle: Wirtschaftsblatt 12.01.2011
Befristung bei Mietverträgen

Viele Vermieter bevorzugen es, Ihre Objekte nur in Form eines befristeten Vertrages zu vermieten. Die Vereinbarung einer Befristung muss dabei stets schriftlich festgehalten werden. Für Haupt- und Untermietverträge gelten dieselben Befristungsmöglichkeiten:

Bei Wohnungen - also nicht bei Geschäftsräumen - muss die ursprünglich vereinbarte oder verlängerte Vertragsdauer mindestens drei Jahre betragen. Eine Befristung darunter ist nach dem Gesetzeswortlaut nicht möglich. Dem Mieter wird ein zwingendes Kündigungsrecht gewährt, das er nach Ablauf des ersten Jahres der Befristung ausüben kann.

Quelle: immobilien.net 12.2010
Schlüsselfertig und doch nicht fertig!

Wer sich sein Eigenheim "schlüsselfertig" errichten lässt und am Tag der Abnahme gleich einziehen möchte, kann vielleicht eine böse Überraschung erleben. Denn: Der bekannte Begriff "schlüsselfertig" ist nicht rechtsverbindlich definiert.

So kann ein "schlüsselfertiges" Haus komplett bezugsfertig sein, muss es aber nicht. Deshalb unser Tipp: Was im Einzelnen unter dem Begriff "schlüsselfertig" bei Ihrem individuellen Hausbau bzw. Hauskauf zu verstehen ist, sollte unbedingt in der dazugehörigen Baubeschreibung festgehalten werden.

Der dort definierte Leistungskatalog muss eindeutigen Aufschluss über sämtliche Innenausbauarbeiten wie etwa das Streichen der Wände, Fliesenlegen sowie die Errichtung der Außenanlagen bringen. Auch was die Baufamilie selbst in Eigenleistung oder in Zusammenarbeit mit fremden Handwerkern zu erbringen bzw. zu leisten hat, sollte ebenfalls vor Vertragsunterzeichnung exakt und detailliert vereinbart und im Vertrag niedergeschrieben werden.

Diese Vorsichtsmaßnahme bedeutet am Anfang etwas mehr Verhandlung über den Inhalt des Kaufvertrages, ist aber am Ende für beide Parteien besser als ein jahrelanger Rechtsstreit. Und: falls es doch zu Auseinandersetzungen zwischen Bauherr und Unternehmer kommen sollte, gibt es klare Vertragsinhalte über die Leistungen und Pflichten beider Parteien.

Quelle: immobilien.net 12.2010
Immobilienkauf – Langfristig gesicherte Werte

Langfristig ist es klüger, eine Wohnung zu kaufen statt sie zu mieten. Das zeigt eine aktuelle Studie der Fachhochschule Wien/Immobilienwirtschaft im Auftrag der Raiffeisen Immobilien Vermittlung. Nach 50 Jahren Nutzungsdauer erspart sich der Käufer einer durchschnittlichen Wiener Eigentumswohnung rund 112.000 € im Vergleich zur Miete eines vergleichbaren Objekts. Berechnet wurde der Vergleich anhand einer 61,2-Quadratmeter-Wohnung im siebenten Bezirk. Zudem sehen die Makler eine Wohnung als optimale Pensionsvorsorge: Ab Pensionsantritt haben Wohnungseigentümer – im Vergleich zu Mietern – laut Studie monatlich rund 800 € mehr frei verfügbares Einkommen.

Quelle: Wirtschaftsblatt 16.10.2009
Immobilienkauf – Langfristig gesicherte Werte

Welche Anlageformen in unsicheren Wirtschaftszeiten empfehlenswert sind, diese Frage müssen sich viele Anleger im Moment stellen? Der Kauf einer Immobilie stellt immer noch oder gerade in Zeiten instabilen Wirtschaftswachstums eine sichere Anlageform auch für Privatkapitalanleger dar. Die Gründe hierfür sind einfach:

Immobilien bieten einen sicheren Sachwert, egal ob man die Immobilie selbst benutzt, oder ob sie eine Kapitalanlage darstellt. Denn diese Realwerte erfüllen die wichtigsten Kriterien für einen langfristigen Vermögensaufbau: Sicherheit, Rendite (Gewinn) und Wertsteigerung.

In diesen Tagen erlebten die Börsen weltweit eine Talfahrt, die viele Anleger um ihr Geld brachte. Immobilien sichern trotz Inflation und Wirtschaftskrise das eigene Vermögen und werfen bei Vermietung auch noch Ertrag ab. Man kauft nicht „irgendein abstraktes Wertpapier“, sondern eine „begreifbare“ Ware, die grundbücherlich gesichert ist.

Das Angebot am österreichischen Immobilienmarkt ist groß – reicht von kleinen Anlegerwohnungen im städtischen Bereich bis zu ländlichen Luxusdomizilen. Hier kann ja nach Anlagevolumen und persönlichem Interesse gewählt werden, denn klar ist: man sollte nur in etwas investieren, das auch den eigenen Ansprüchen entspricht.

Quelle: immobilien.net 17.12.2008
Duldungspflichten des Mieters

Die Duldungspflichten regeln die Bereiche, in denen Eingriffe in die Mietrechte seitens des Vermieters oder sogar eines anderen Mieters rechtlich zulässig sind.
Der Mieter hat die Neuschaffung von Mietgegenständen z.B. durch Aufstockung und Dachbodenausbau zu dulden. Wenn dadurch in bestehende Rechte eingegriffen wird, z.B. wenn durch den Dachbodenausbau die Möglichkeit des Wäschetrocknens wegfallen würde, besteht die Duldungspflicht nur, wenn der Vermieter entweder eine entsprechende Ersatzmöglichkeit zum Wäschetrockenen schafft oder einen entsprechenden Geldersatz leistet.

Begehung ist anzukündigen
Der Mieter hat das Betreten des Mietgegenstandes durch den Vermieter oder von diesem beauftragte Person zu dulden, wenn wichtige Gründe vorliegen (z.B. wenn ernste Schäden des Hauses im Mietgegenstand vorliegen oder um Wärmemesser abzulesen). Die Begehung ist, außer bei Gefahr im Verzug, entsprechend anzukündigen (ein bis zwei Wochen vorher) und mit dem Mieter abzustimmen.

Benutzung des eigenen Mietgegenstandes
Der Mieter hat aber auch die vorübergehende Benützung oder sogar Veränderung der eigenen Mietgegenstandes zuzulassen, wenn dies notwendig oder erforderlich ist, um Erhaltungs- oder Verbesserungsarbeiten am Haus (z.B. Reparatur einer undichten Gasleitung, Einbau eines Aufzuges) oder die Behebung ernster Schäden im eigenen oder einem anderen Mietgegenstand durchzuführen.
Die vorübergehende Benützung bzw. Veränderung ist aber auch zu dulden, wenn dies zur Verbesserung eines anderen Mietgegenstandes notwendig ist und dies auch zumutbar ist. Die Zumutbarkeit in diesem Zusammenhang ist anzunehmen, wenn die Beeinträchtigung unwesentlich oder nicht dauerhaft ist. Alle zu duldenden Erhaltungs-, Verbesserungs-, Änderungs- oder Errichtungsarbeiten sind möglichst schonungsvoll durchzuführen.

Quelle: immobilien.net 17.12.2008
Wiener Immo-Markt hält dagegen

Der Abwärtstrend am Wiener Eigentumsmarkt hält weiter an. Laut Immo-Barometer beträgt das Minus bei den Quadratmeterpreisen seit Jahresbeginn 4,1 Prozent, die Mietpreise haben sich nach Einbrüchen bei 11,91 Euro stabilisiert.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise hält der Abwärtstrend bei Eigentumsobjekten am Wiener Immobilienmarkt an. Laut Immo-Barometer für das dritte Quartal 2008 sank der durchschnittliche Quadratmeterpreis seit Jahresbeginn um 4,1 Prozent auf derzeit 2.913 Euro. Erholung gibt es hingegen am Mietsektor, der im September mit einem Durchschnittspreis von 11,91 Euro pro Monat und Quadratmeter wieder das Niveau zu Jahresbeginn erreichte.
Was den Eigentumsmarkt betrifft gebe es vor allem in "schlechten Lagen wie Simmering und Favoriten" eine negative Entwicklung. Unter 2.000 Euro pro Quadratmeter zahlt man derzeit beispielsweise in Meidling (1.760 Euro), der Leopoldstadt (1.664 Euro) oder der Brigittenau (1.449 Euro). Top-Lagen verzeichnen hingegen stabile oder steigende Preise. Spitzenreiter ist unverändert die Innere Stadt mit 8.194 Euro.
Nach Einbrüchen im ersten Quartal haben sich die Mietpreise in der Bundeshauptstadt wieder stabilisiert. Von August bis September stieg der Durchschnittswert um 2,6 Prozent. Steigerungen gab es in Top-Lagen. In den inneren Bezirken liegt der momentane Durchschnittswert bei 12,99 Euro und somit zehn Prozent über dem Mittel der Bundeshauptstadt. Auch hier liegt die Innere Stadt mit 17,62 Euro pro Quadratmeter an erster Stelle. Trotz des allgemeinen Aufwärtstrends sind die Mietpreise in Favoriten (5,18 Euro) und Simmering (7,17 Euro) weiter gefallen und haben somit ihren Tiefststand seit Jahresbeginn erreicht, hieß es.

Quelle: Wirtschaftsblatt 10.10.2008
"Sale-And-Lease-Back"-Deals boomen

Eigene Immobilien zu verkaufen und dann wieder zurück zu leasen ist zu einem unglaublichen Selbstläufer geworden. In ganz Europa sind die Sale & Lease-back-Aktivitäten der Unternehmen von 2004 bis 2007 um 585 Prozent auf 46 Mrd. Euro gestiegen. Betrug der Anteil dieser Investmentform am gesamten europäischen Investmentmarkt 2004 nur rund 6 Prozent, stieg er im ersten Halbjahr 2008 bereits auf 21 Prozent.
Die Gründe für den Boom seien vielfältig: einerseits der wachsende Druck, Kapital aufzubringen, die hohen Zinsen und der Bedarf nach flexibleren Mietverträgen und andererseits die steigende gesellschaftliche Akzeptanz, Immobilien zu veräußern.
Nun beginne der Trend auch auf die Länder Zentral- und Osteuropas (CEE) überzuschwappen. 291 Mio. Euro wurden im ersten Halbjahr 2008 in diesen Ländern wertmäßig transferiert, verglichen mit 178 Mio. im gesamten Jahr 2007.
Ursprünglich auf Büroimmobilien fokussiert, haben sich die Sale & Lease-back-Aktivitäten in den letzten Jahren weiter diversifiziert. Einzelhandel, Industrie und Immobilien mit unterschiedlicher Verwendung tragen nun ebenfalls zu diesem guten Marktergebnis bei.

Quelle: derStandard.at 23.09.2008
Wiener Palais Auersperg wird verkauft

Das denkmalgeschützte Objekt wird mitsamt dem Park veräußert, die Eigentümer nannten einen Richtpreis von 33 Millionen Euro.
Das 300 Jahre alte denkmalgeschützte Gebäude, 1706 nach den Plänen von Lukas von Hildebrandt im barocken Baustil errichtet, wird mitsamt dem 6.000 Quadratmeter großen herrschaftlichen Park im Rahmen eines "Share Deals" zum Kauf angeboten. Besitzergesellschaft ist die Auersperg Real Estate GmbH, die das teilweise vermietete Palais auch betreibt.
Das Areal, auf dem sich das Palais, die Orangerie und der Park befinden, hat eine Fläche von 9.337 Quadratmetern. Ein Teil des Palais Auersperg ist unbefristet vermietet. Die Prunkräume ("Belle Etage") können aber bis spätestens Anfang 2010 durch die Verkäufer bestandfrei gemacht werden. Über weitere Flächen wie die Orangerie, den Dachboden sowie die historischen Kellergewölbe könne sofort verfügt werden, hieß es.
Die Gesellschafter der Auersperg Real Estate GmbH treffen unter den Bietern bis 6. Oktober eine Vorauswahl. Die Frist zur Abgabe eines verbindlichen Angebotes endet am 29. Oktober 2008. Für den Verkauf wurde außerdem die Website www.auersperg-sale.com eingerichtet, auf der sich potenzielle Interessenten informieren können.

Quelle: derStandard.at 25.08.2008
Steuer-Tipp: Änderung bei der Grundstücks-Übertragung

Ab August 2008 tritt eine automatische Grunderwerbsteuerpflicht bei Erbschaft und Schenkung in Kraft.
Mit dem Entfall der Erbschafts- und Schenkungssteuer und des Grunderwerbsteueräquivalents wird die Übertragung von Grundstücken durch Erbschaft oder Schenkung nun automatisch grunderwerbsteuerpflichtig. Zu einer zusätzlichen Belastung kommt es dadurch nicht. Die Grunderwerbsteuer in Höhe von zwei Prozent (bei Ehegatten, Eltern, Kinder, Enkel-, Stief-, Wahl- und Schwiegerkinder) bzw. 3,5 Prozent (in allen anderen Fällen) wird wie bisher vom dreifachen Einheitswert berechnet.
Durch einige Änderungen des Grunderwerbsteuergesetzes wird sichergestellt, dass Begünstigungen, die das ErbStG für die Übertragung von Grundstücken enthält, auch weiterhin gelten. Dabei geht es unter anderem um den Freibetrag von 365.000 Euro für unentgeltliche Grundstücksübertragungen im Zusammenhang mit Unternehmensübertragungen. Außerdem soll sichergestellt werden, dass Ehegatten auch weiterhin eine gemeinsame Wohnstätte durch Schenkung steuerfrei zu gleichen Teilen aufteilen können, wenn die Nutzfläche 150 m2 nicht überschreitet.

Quelle: Ing. Mag. Walter Stingl, ÖVI News 07/08 08
Bauträger: Mehr Sicherheit für Käufer

Die einschneidendste Neuerung der mit 1. Juli 2008 in Kraft tretenden BTVG-Novelle ist sicherlich der Haftrücklass.
Der Haftrücklass soll Gewährleistungs- bzw. Schadenersatzansprüche des Erwerbers aufgrund mangelhafter Leistung des Bauträgers sicherstellen. Analog zu den Gewährleistungsansprüchen ist er vom Bauträger für die Dauer von drei Jahren ab der Übergabe des Vertragsgegenstandes einzuräumen. Der Haftrücklass ist allerdings nur bei Erwerb von Eigentum, Wohnungseigentum oder Baurecht verpflichtend, dem Mieter steht im Falle von Mängeln ohnedies das Mietzinsminderungsrecht zu.
Der Haftrücklass hat zwei Prozent des Kaufpreises zu betragen. Dem Bauträger ist zu empfehlen, anstatt eines baren Haftrücklasses eine Bankgarantie zu legen. Der Hintergrund: Die psychologische Hemmschwelle für den Erwerber. eine Bankgarantie zu ziehen, kann den Bauträger wahrscheinlich vor so mancher unbedachter Inanspruchnahme des Haftrücklasses bewahren.
Jedenfalls ist der Haftrücklass nicht mehr und nicht weniger als ein wirkungsvolles SichersteIlungsinstrument, das neben die gesetzlichen Ansprüche aus Gewährleistung und Schadenersatz hinzutritt. Keinesfalls ändert der Haftrücklass etwas an Inhalt und Umfang dieser Ansprüche, d.h. dass der Anspruch auf Verbesserung nach wie vor vorrangig ist

Quelle: Mag. Klaus Wolfinger, ÖVI News 07/08 08
Grundbuchs-Novelle fix

Der Nationalrat hat den Entwurf von Justizministerin Maria Berger für eine Grundbuchs-Novelle, mit der die rechtliche Grundlage für die Umstellung auf eine neue Grundstücksdatenbank und Verbesserungen des Grundbuchs- und Vermessungswesens realisiert werden, einstimmig angenommen. In der Grundstücksdatenbank werden schon seit mehr als zwei Jahrzehnten die Daten von 10,4 Millionen Grundstücken in Grundbuch und Kataster elektronisch geführt. Durch die neue Grundstücksdatenbank wird nun die Bürgerfreundlichkeit erhöht. Die Eingabeprozesse werden beschleunigt und die Abfragemöglichkeiten erweitert. Die Novelle schafft auch die Möglichkeit, fehlerhafte Anträge auszubessern und baut so den Servicegedanken im Grundbuchsverfahren aus.

Quelle: Immobilien Magazin Juli 06/08
Immobilienmarkt hat sich 2007 weiter stabilisiert

Die seit dem Jahr 2005 erkennbare Erholung am heimischen Immobilienmarkt hat sich auch im Vorjahr fortgesetzt. "Der Markt hat sich weiter stabilisiert, extreme Schwankungen sind ausgeblieben", erklärte der Obmann des Fachverbandes der Immobilientreuhänder in der WKO, Thomas Malloth.

Moderate Preisentwicklung in Wien
In Wien haben sich die Mieten geringfügig von 7,32 auf 7,34 Euro pro m2 erhöht. Auch die anderen Bereiche zeigen eine nur moderate Preisentwicklung. Eine durchgehende Verteuerung könne aus den Verkaufs- oder Mietpreisen nicht abgeleitet werden. "Die Hauptmieten sind in Wien seit 1994 weitgehend unverändert geblieben. Dieser Bereich ist daher, auch wenn dies gerne anders dargestellt wird, mit Sicherheit kein Preistreiber", betonte der Immobilien-Experte.
Wie Malloth in Hinblick auf die Situation in Wien im einzelnen ausführte, ist es in vielen Bezirken und Marktsegmenten zu deutlichen Preisreduzierungen gekommen. "Und dies ohne gesetzliche Regelungen, nur über die Entwicklung des Marktes. Es zeigt sich, dass der Markt viel schneller reagiert als jede gesetzliche Regelung".

Für 2008 zeigte sich Malloth zurückhaltend: "Die Zeit der rasanten Preisanstiege scheint, einige Ausreißer ausgenommen, vorbei zu sein. Auch die politischen Diskussionen und die Sorge um das Wirtschaftswachstum dürften sich dämpfend auf den Immobilienmarkt auswirken". Festzustellen sei ein anhaltender Trend zur Qualität: "Wir merken sehr deutlich, dass sich die Spreu vom Weizen trennt".

Quelle: WKO Juni 2008
Das Wohnungseigentum

Wohnungseigentum ist das dem Miteigentümer einer Liegenschaft oder einer Eigentümerpartnerschaft eingeräumte dingliche Recht, ein Wohnungseigentumsobjekt ausschließlich zu nutzen und alleine darüber zu verfügen.
Ein Wohnungseigentümer oder eine Eigentümerpartnerschaft sind also immer auch "nur" Miteigentümer einer Liegenschaft. Sie verfügen auch über einen ideellen Anteil an der gesamten Liegenschaft, der in recht unüberschaulichen Bruchzahlen ausgedrückt wird (zum Beispiel "86/9134", was einem Anteil von knapp unter einem Prozent an der Gesamtliegenschaft entspricht).
Im Unterschied zum "schlichten“ Miteigentümer hat der Wohnungseigentümer mit seinem Miteigentumsanteil an der Liegenschaft aber untrennbar das Recht zur ausschließlichen Nutzung einer bestimmten Wohnung auf dieser Liegenschaft verbunden.

Nutzungsrechte von Wohnungseigentümern
Wohnungseigentum bedeutet also Miteigentum plus ein grundbücherlich sichergestelltes, die übrigen Miteigentümer ausschließendes Nutzungsrecht an einem bestimmten Wohnungseigentumsobjekt. Der Wohnungseigentümer kann es selbst benützen, leer stehen lassen oder auch vermieten. Zur Nutzung aller anderen Teile, Anlagen, Räume der Liegenschaft ist er nur gemeinsam bzw. nach Absprache mit den anderen Wohnungseigentümern berechtigt.

Verfügungsrechte von Wohnungseigentümern
Der Wohnungseigentümer kann seine Wohnung (rechtlich korrekt: seinen Anteil an der Liegenschaft mit dem damit verbundenen Recht, eine bestimmtes Wohnungseigentumsobjekt ausschließlich zu nutzen und darüber alleine zu verfügen) auch verkaufen oder vererben.

Quelle: AK Mai 2008
Immo-Markt beruhigt sich

Nach dem deutlichen Anstieg der Immobilienpreise im vierten Quartal des Vorjahres - der Eigentumspreis kletterte um 12,6 Prozent - verzeichnete das Internetportal findmyhome.at im ersten Quartal 2008 eine leichte Entspannung. Demnach sanken die Immobilienpreise für Eigentumsobjekte um 5,1 Prozent und jene für Mietobjekte um 3,7 Prozent. Dennoch haben sich die Preise insgesamt in den vergangenen zwölf Monaten deutlich nach oben entwickelt: So stiegen die Mieten um 6,7 Prozent, und die Eigentumspreise legten um 9,8 Prozent zu.

Quelle: Format 18.04.2008
Vorsorgewohnungen: Der Köder muss dem Fisch schmecken

Wichtigste Kriterien für eine gute Vorsorgewohnung sind gute Lage, vorhandene Infrastruktur d.h. öffentliche Verkehrsmittel, Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, sowie die Aufteilung der Wohnung bzw. durchdachter Grundriss und besondere Details wie zum Beispiel Balkon oder Terrasse. Bei guter Lage ist aber nicht unbedingt beste Lage gemeint. Luxuswohnungen in besten Lagen, wie zum Beispiel im ersten Bezirk, sind nicht als Vorsorgewohnung geeignet. Denn eine Luxuswohnung ist immer nur so viel wert wie jemand dafür bereit ist zu bezahlen und längere Leerstände machen eine Vorsorgewohnung unrentabel. Die Wohnung muss ja nicht dem Vermieter gefallen, sondern viel mehr dem Mieter. Die für eine rasche und langfristige Vermietung optimale Größe liegt in etwa zwischen 60 und 75 Quadratmeter Wohnfläche. Bei der Ausstattung ist auf Praktikabilität und nicht auf persönlichen Geschmack zu achten. Bei Vorsorgewohnungen ist also durchaus nach einem alten Sprichwort vorzugehen: "Der Köder muss dem Fisch schmecken - und nicht dem Angler."

Quelle: Wirtschaftsblatt 18.04.2008
Spekulationseinkünfte bei Liegenschaften

Beträgt bei der Veräußerung einer Liegenschaft der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung weniger als zehn Jahre, liegt ein Spekulationsgeschäft vor.

Wird auf einem zunächst unbebauten Grundstück ein Gebäude errichtet, so beginnt die Spekulationsfrist mit der Anschaffung des Grundstücks zu laufen; eine besondere Frist für das Gebäude wird nicht ausgelöst.

Eigenheime und Eigentumswohnungen samt Grund fallen nicht unter die Spekulationsbesteuerung, wenn sie dem Veräußerer seit der Anschaffung, mindestens aber seit zwei Jahren, als Hauptwohnsitz gedient haben. Gewinne aus der Veräußerung von selbst hergestellten Gebäuden sind ebenfalls von der Besteuerung ausgenommen. Der auf Grund und Boden entfallende Spekulationsgewinn ist jedoch steuerpflichtig. Der Veräußerungserlös ist in jedem Fall aufzuteilen.

Wird unbebauter Grund verkauft, so vermindern sich die Spekulationseinkünfte nach fünf Jahren ab der Anschaffung jährlich um zehn Prozent. Für die Inanspruchnahme dieser Begünstigung ist entscheidend, dass das Grundstück unbebaut ist.

Quelle: Wirtschaftsblatt 16.04.2008
Preis-Rekord bei Luxus-Immobilien

Wiens Immobilienmarkt erreicht neue Höhen: Die Preise für City-Luxuswohnungen sind erstmals auf mehr als 15.000 € pro Quadratmeter gestiegen. Laut einer Erhebung sind mehr als die Hälft der Luxus-Käufer ausländische Investoren. Unter diesen dominieren Russen. Sie stehen hinter der Hälfte aller Top-Wohnungsdeals.

Quelle: Wirtschaftsblatt 16.04.2008
Wien ist für Anleger sicher

Hinter Paris, München und Zürich ist Wien ein sicherer Immo-Markt.

Der Immobilienmarkt der österreichischen Bundeshauptstadt ist für Anleger relativ sicher. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Consultingfirma PricewaterhouseCoopers. Hinsichtlich Risikopotenzial liegt Wien auf Platz acht von 27 untersuchten Städten. Angeführt wird das Ranking von Paris, München und Zürich. Schlusslichter sind Budapest und Moskau.

Quelle: Format 11.04.2008
Steuer-Fallstricke für das Schenken

Erben und Schenken ist ab 1. August 2008 zwar steuerfrei, trotzdem gilt es, einige wichtige Regeln zu beachten. Kinder, Enkel & Co können sich freuen, denn die Schenkungs- und Erbschaftssteuer wird ab August Geschichte sein. Völligen Freiraum bedeutet das aber nicht. Bei Schenkungen kommt eine Meldepflicht, die allerdings innerhalb der Familie mit 75.000 Euro pro Jahr sehr großzügig bemessen ist. Der Hintergrund ist die Missbrauchsbekämpfung gegen Scheinschenkungen zur Umgehung der Einkommensteuer.

Von der Meldung ausgenommen bleiben Grundstücke, da sie künftig - auch im Erbfall - der Grunderwerbssteuer unterliegen. Wer auf die Meldung vergisst, muss mit einer Geldstrafe rechnen, die bis zu zehn Prozent des Geschenkten ausmachen kann. Und auch vorgetäuschte Schenkungen werden streng sanktioniert. Auf Steuersünder lauert im Extremfall eine Strafzahlung bis zum dreifachen Geschenkswert, dazu droht sogar ein Freiheitsentzug von bis zu sieben Jahren.

Quelle: Format 28.03.2008
Luxus-Immobilien steigen, andere fallen oder stagnieren

Während die Preise für Immobilien in zentralen Lagen zulegen, ist bei Häusern und Wohnungen in Randlagen mit stagnierenden Preisen zu rechnen. Es ist wie bei allen Luxusartikeln, sie werden weiter im Preis steigen - das ist bei Lebensmitteln und Autos auch so.

Die Qualität der Immobilie wird vor allem durch die Lage bestimmt. Für Wien sind vor allem für die Innenstadt sowie den 13., 18. und 19. Bezirk steigende Immobilienpreise zu erwarten.

Die Preise bei Geschäften und Büros könnten heuer wegen des Überangebotes sinken, eine Ausnahme bilden Top-Lagen in den Landeshauptstädten und Wien.

Quelle: Wiener Zeitung 09.01.2007
Immobilien: 2008 bringt neue Gesetze und neue Mehrkosten

Laut Verband der österreichischen Immobilientreuhänder (ÖVI) kommen auf Liegenschaftsbesitzer und Immo-Unternehmer heuer etliche Änderungen zu.

  • Im Juli 2008 soll im Parlament die Novelle des Bauträgervertragsgesetz verabschiedet werden. Wichtigste Eckpunkte: Wohnungskäufer bekommen mehr Druckmittel in die Hand. Konkret soll den Käufern einer Wohnung zur Sicherung von Gewährleistungs- und Schadenersatzansprüchen ein Haftungsrücklass in Höhe von zwei Prozent des Kaufpreises eingeräumt werden. Der Bauträger kann diese Ansprüche durch Bankgarantie sicherstellen. "Die Zwischenfinanzierung wird damit spürbar teurer", sagt ÖVI-Chef Anton Holzapfel.

  • Dachausbauten: Bis Ende Jänner wird die Stadtbaudirektion ein neues Merkblatt zum Dachausbau präsentieren. Wichtigster Punkt der von einem Expertenkreis erstellten Statuten ist, dass der "Dachausbau leicht" - entgegen bisheriger Erwartungen -, doch weiter bestehen bleiben kann. Bisher gingen Experten davon aus, dass diese genau definierte Art des Ausbaus mit dem für 2008 vorgesehenen Inkrafttreten der entsprechenden europäischen Normvorschriften unvereinbar sei und daher fallen müsse.

  • Preise für alle gebrauchten Eigentumswohnungen steigen. Der Grund ist eine starke Nachfrage und eine aufgrund der guten Konjunktur kauffreudigere Bevölkerung, sind sich die Vertreter des ÖVI einig. Sie erwarten für die kommenden fünf Jahre einen Anstieg um etwa 15 Prozent.

  • Quelle: ÖVI
    Grundeigentümer müssen im Winter tagsüber für einen sicheren Weg vor ihrem Grund sorgen

    Es gilt als eine normale Bürgerpflicht und nicht als verbotene Zwangsarbeit, dass Liegenschaftseigentümer im Winter zur Schneeräumung verpflichtet sind. Wer ein Grundstück im Ortsgebiet besitzt, muss dafür sorgen, dass der Gehsteig davor in der Zeit von 6 bis 22 Uhr „von Schnee und Verunreinigungen gesäubert sowie bei Schnee und Glatteis bestreut“ ist, heißt es in § 93 der Straßenverkehrsordnung.

    Wer diese Pflicht verletzt, macht sich nicht nur einer Verwaltungsübertretung schuldig (Geldstrafe bis 72 Euro), sondern - viel gravierender - für Verletzungen durch Stürze haftbar. Allerdings kann die Pflicht vertraglich etwa an Schneeräumfirmen übertragen werden, was bei Wohnungseigentumsanlagen und Miethäusern gang und gäbe ist.

    Zur Haftung kann auch die Verpflichtung führen, Schneewächten und Eisbildungen vom Dach zu entfernen. Warntafeln "Achtung Dachlawine" aufzustellen, mag die gebotene Sorgfalt zwar zusätzlich gebieten; das kann aber keinesfalls von dieser Pflicht entbinden.

    Stärkster Preistreiber sind die Betriebskosten (19.11.2007)

    In den letzten 17 Jahren sind die Kosten fürs Wohnen doppelt so rasch gestiegen wie die allgemeine Inflationsrate. Die stärksten Preistreiber bei den Wohnkosten sind aber die Betriebskosten – speziell die Kommunalgebühren, wie für Müll und Kanal. Dies ermittelte das Marktanalyseinstitut Kreutzer, Fischer und Partner in einer aktuellen Studie. So erhöhten sich seit 1990 die Müllgebühren um 160% und die Gebühren für den Kanal um 120%.

    Laut dieser Studie verwendet ein Durchschnittshaushalt rund ein Viertel seines Einkommens für Wohnkosten.

    "Typenschein für Häuser" - der Energieausweis (19.11.2007)

    Ab Jänner 2008 gibt es ein offizielles Gütesiegel für Wohnungen und Häuser: den Energieausweis. Bei bereits bestehenden Objekten muss das Dokument ab 01. Jänner 2009 vorgelegt werden. Der Energieausweis soll die Energieeffizienz erheben und Vergleiche ermöglichen. Es fliesen Daten wie Gebäudehülle, Qualität der Fenster und der Haustechnik ein, aber auch Klimadaten und ein standardisiertes Nutzerverhalten. Der Ausweis gemäß EU-Richtlinie soll maximal zehn Jahre gelten und Veränderungsvorschläge enthalten.
    „Wenn kein Energieausweis vorgelegt wird, gilt ein dem Alter und der Art des Gebäudes entsprechender, durchschnittlicher Standard als vereinbart“ so Walter Hüttler, Geschäftsführer von e7 Energie Marktanalyse. Käufer und Mieter können auch nach Vertragsabschluß die Vorlage verlangen.

    Der Energieausweis wird in Zukunft auch bei der Vermarktung einer Immobilie im Hinblick auf den Preis eine Rolle spielen.

    Luxuswohnungen sind Mangelware (12.09.2007)

    Die Preise für Luxuswohnungen steigen, das Angebot ist knapp. Zumal wohlhabende Interessenten, die bereit sind in Hietzinger Top-Lage bis zu € 5.500,-/m² für eine Wohnung zu bezahlen, sich nicht mit Kompromissen abfinden. Es ist alles kein Problem, wenn ihre Erwartungen erfüllt werden. Lage, hochwertige Ausstattung, besondere Architektur, Terrasse und Parkmöglichkeit sind eine Grundbedingung. Diese Kunden geben sich nicht mit Fliesen im Badezimmer zufrieden, es muss erstklassiger Granit sein.

    Über den Kamm scheren lassen sich die Traumobjekte ansonsten jedoch nicht – träumt doch jeder von etwas anderem.  Für den einen ist eine Dachterrassenwohnung, bzw. ein Penthouse das Objekt der Begierde und der andere wünscht sich nichts sehnlicher als eine Villa mit entsprechendem Garten.

    Teure Wohnungen gibt es genug - doch Wohnungen, die auch nach Ansicht der Käufer und Mieter ihr Geld wert sind, sind rar und gefragt.

    70% der Kunden mit Maklerleistung zufrieden (20.07.2007)

    Presseberichten nach ist der Ruf der Makler gar nicht so schlecht wie es immer dargestellt wird. Laut einer Umfrage sind knapp mehr als 70% jener Kunden, die sich eines Maklers bedient haben mit den Dienstleistungen zufrieden. Ein Drittel der Immobilientransaktionen laufen über Makler – dabei beauftragen ca. 75% einen Makler exklusiv, der Rest beauftragt mehrere Makler.

    Laut dem Vorstand der Österreichischen Immobilientreuhänder hat sich das Image der Makler – „nach jahrzehntelangen Vorurteilen" – die zunehmend als Experten mit Marktüberblick geschätzt werden, verbessert.

    Wird ein Makler eingeschaltet liegt die Erfolgsquote bei ungefähr 70% - es kommt zu einen Kaufvertrag. Wird zusammen mit dem Kunden ein marktgerechter Preis angesetzt wird bei 72% der gewünschte Kaufpreis erzielt.

    Bis eine Immobilie verkauft wird, vergehen im Durchschnitt 5,4 Monate. Immerhin tritt bei ca. 20% der Erfolg in 4 bis 6 Wochen ein. In 14% der Verkäufe dauert es länger als 10 Monate.

    Wie komme ich zu einer Eigentumswohnung, einer Immobilie oder einem Grundstück?

    Die bekanntesten Wege sind das Fragen im Bekanntenkreis, durch das lesen von Immobilienanzeigen in den diversen Tageszeitungen, bzw. durch den Makler. Soweit Sie einem Immobilienmakler die Anforderungen, die Sie an die gewünschte Immobilie, bzw. Wohnung stellen mitteilen – und zwar so exakt wie möglich – kann Ihnen der Makler eine Menge nutzloser und zeitaufwendiger Erfahrungen ersparen. Er kann Sie über viele wichtige Details, wie z.B. die derzeitige Marktsituation, die Eigentumsverhältnisse, die Beschaffenheit und eine Menge mehr informieren. Bevor Sie nun eine Immobilie in die engere Wahl ziehen, sollten Sie schon abklären wie viel Sie für den Kauf ausgeben wollen und wo Ihr Maximum liegt, sonst könnte es nach einer voreiligen Unterschrift ein böses Erwachen geben.

    Auch hier kann Ihnen ein seriöser Makler im Rahmen einer Finanzierungsberatung behilflich sein. Wenn Sie sich nun für eine Wohnung entschieden haben wird Sie der Makler auch gerne im Hinblick auf die Vertragserrichtung mit einem Treuhänder (Notar oder Anwalt) zusammenbringen. Sollten steuerliche Probleme auftreten die den Rahmen des üblichen sprengen, ist der Makler auch hier in der Lage, Ihnen hilfreich mit einem Steuerberater zur Seite zu stehen. Die Kosten für die Leistung des Maklers sind fair und angemessen, die in der Regel nur im Erfolgsfall anfallen, und im Verhältnis was Sie sich durch sein Know-how eventuell ersparen können sich manchmal als kostengünstig herausstellen. Vielleicht denken Sie gerade daran eine Wohnung, ein Haus oder ein Grundstück zu verkaufen. Wir laden Sie gerne zu einem unverbindlichen Gespräch ein. Wir können dann vielleicht gemeinsam abklären was wir für Sie tun können. Schicken Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns doch einmal an und wir reden darüber! Sie wissen ja – „Service is our success!“.